Einfluss der COVID-19-Pandemie auf multiresistente Erreger:

Wie wirken sich die Hygiene- und Abstandsregeln, die aufgrund der Pandemie eingeführt worden sind, auf die Übertragung von multiresistente Bakterien im Krankenhaus aus? Dieser Frage gehen Professor Dr. Marco Galardini und Professorin Dr. Susanne Häußler in einem neuen, auf drei Jahre angelegten Projekt nach. Die DFG unterstützt sie dabei mit einer Fördersumme in Höhe von 300.000 Euro.

„Mit diesem Projekt wollen wir untersuchen, welche Bakterienstämme in Krankenhäusern zirkulieren und mit welcher Häufigkeit sie dort vorkommen“, erläutert Professor Galardini. Das Forschungsteam wird dazu genetische und epidemiologische Daten kombinieren, die es durch Sequenzierungen und digitale Nachverfolgung gewinnt. „Das Ziel ist es, Resistenzen so früh wie möglich erkennen zu können, um deren Ausbreitung zu verhindern“, sagt Professorin Häußler. Das Team bezieht sich dabei auf Bakterienstämme der Art Escherichia coli and Klebsiella pneumoniae, die zu den wichtigsten bakteriellen Erregern von Krankenhausinfektionen gehören.

Professor Galardini hat eine RESIST-Professur an der MHH inne und er arbeitet in den RESIST-Projekten des Forschungsbereichs C mit, der sich um Bakterien dreht. Er leitet die Arbeitsgruppe „Systembiologie Mikrobieller Gemeinschaften“ des TWINCORE. Professorin Häußler leitet die Arbeitsgruppe „Molekulare Bakteriologie“ des TWINCORE, sie ist leitende Forscherin der RESIST-Projekte C1 und C2.

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