Der Exzellenzcluster RESIST hat zwei neue Vertreter:innen für das Nachwuchsgremium YOUNG RESIST gewählt: PD Dr. Stephan Traidl übernimmt die Rolle des Postdoc-Vertreters, während Isabel Klefenz künftig die Interessen der Doktorandinnen und Doktoranden vertritt. Beide bringen nicht nur fundierte wissenschaftliche Expertise mit, sondern auch ein starkes Engagement für Vernetzung und interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Stephan Traidl studierte Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und wurde bereits während des Studiums durch mehrere Stipendien, darunter die Studienstiftung des Deutschen Volkes und die Hannover Biomedical Research School (HBRS), gefördert. Internationale Aufenthalte in der Schweiz, Großbritannien und den USA, insbesondere im Bereich Dermatologie und Allergologie, prägten früh sein wissenschaftliches Interesse.
Seine Promotion im Rahmen des StrucMed-Programms der HBRS beschäftigte sich mit Ekzema herpeticatum bei atopischer Dermatitis. Seit 2019 ist er an der Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie der MHH tätig. Im Anschluss absolvierte er das DFG-geförderte Clinician-Scientist-Programm „PRACTIS und parallel zu seiner Facharztweiterbildung den im Rahmen von RESIST gegründeten Masterstudiengang Biomedical Data Science. Seit 2025 ist er habilitiert und Facharzt und verfolgt zusätzlich einen PhD in Data Science. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf Herpesinfektionen bei atopischer Dermatitis, sowie der SI und VZV Kohorte im Kontext des Exzellenzclusters RESIST.

Als langjährig mit RESIST assoziierter Wissenschaftler möchte Traidl insbesondere die Verbindung zwischen klinischer Praxis und Forschung stärken. Ein zentrales Anliegen ist ihm die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: „Moderne Forschung ist hochspezialisiert und lebt von Zusammenarbeit. YOUNG RESIST kann hier eine entscheidende Rolle spielen – sowohl bei der Vernetzung junger Forschender als auch beim Aufbau von Brücken zu etablierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.“ Besonders wichtig ist ihm zudem die Weiterentwicklung transparenter und fairer Förderkonzepte für Nachwuchsprojekte und Kongressreisen.

Auch Isabel Klefenz bringt eine internationale und interdisziplinäre Ausbildung mit. Nach einem Auslandsaufenthalt an der Universität Nizza Sophia-Antipolis in Frankreich begann sie 2015 ihr Medizinstudium an der Philipps-Universität Marburgund legte bereits da einen Schwerpunkt auf Infektiologie und Immunologie. Parallel studierte sie zeitweise Chemie und verbrachte im Rahmen eines ERASMUS-Aufenthalts zwei Semester an der Heriot-Watt Universität in Edinburgh. Nach ihrem Studienabschluss 2022 startete sie mit dem MD/PhD-Programm „Molecular Medicine“ der HBRS am Institut für Humangenetik. Dort forscht sie unter der Betreuung von Prof. Dr. rer. nat. Doris Steinemann zur Detektion struktureller Genomvarianten bei Patientinnen und Patienten mit Immundefekt, vorwiegend Antikörpermangelsyndromen, insbesondere mittels Optical Genome Mapping. Ihr Projekt ist Teil eines von RESIST geförderten Forschungsvorhabens.

Klefenz sieht in ihrer neuen Rolle vor allem die Chance, die Zusammenarbeit innerhalb von RESIST weiter zu stärken: „Der Austausch zwischen Forschungsgruppen eröffnet neue Perspektiven und ermöglicht tiefere Einblicke als isolierte Projekte.“ Sie möchte sich insbesondere für die Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einsetzen, den Austausch von Ideen intensivieren und die Kommunikation innerhalb des Netzwerks verbessern. Gleichzeitig freut sie sich darauf, selbst neue Impulse aus der Arbeit anderer Gruppen zu gewinnen.

Mit Stephan Traidl und Isabel Klefenz gewinnt YOUNG RESIST zwei engagierte Vertreter:innen, die sich für eine starke Vernetzung, transparente Förderung und eine enge Zusammenarbeit über Disziplingrenzen hinweg einsetzen. Damit tragen sie dazu bei, die Zukunft des Exzellenzclusters aktiv mitzugestalten.


Copyright Foto Traidl: Karin Kaiser/MHH
Copyright Foto Klefenz: Marina Vnuchko/RESIST