Hannover und Glasgow wollen gemeinsam forschen und ein hervorragendes Ausbildungsumfeld bieten:

Dauerhaft zusammen forschen und sich dabei ergänzen – mit diesem Ziel vor Augen haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Exzellenzclusters RESIST und des „MRC-University of Glasgow Centre für Virusforschung“ (CVR) das Projekt „Hannover-Glasgow Infection Strategy“ (HAGIS) ins Leben gerufen. Sie wollen ihre sich ergänzenden Stärken nutzen, um die Entwicklung neuer Therapien bei Infektionskrankheiten voranzutreiben – beispielsweise in den Bereichen virale Infektionen bei empfänglichen Personen und neu auftretende Virusinfektionen – und Doktorandinnen und Doktoranden sollen von den kombinierten Forschungsstärken der beiden Standorte profitieren. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert den Start von HAGIS mit 42.000 Euro.

Zum Auftakt von HAGIS trafen sich rund 30 Forscherinnen und Forscher aus Hannover und Glasgow am 26. August 2021 in einem Online-Kick-off-Meeting, bei dem RESIST-Sprecher Prof. Dr. Thomas Schulz und CVR-Direktor Prof. Dr. Massimo Palmarini ihre Einrichtungen sowie HAGIS vorstellten und anschließend einige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Arbeiten in ihren Laboratorien präsentierten. Zum Beispiel erläuterte Dr. Alfredo Castello seine Forschung zur Rolle von RNA-bindenden Proteinen bei Virusinfektion und stellten Prof. Dr. Abel Viejo-Borbolla und Prof. Dr. Daniel Depledge ihre Forschung rund um die Latenz und Reaktivierung von Varizella-Zoster-Viren vor. Bei dem Treffen wurde auch betont, dass neben virologischen Projekten auch Kooperationen in den Bereichen Immunologie und Mikrobiologie ermöglicht werden. Anschließend diskutierten die Teilnehmenden in Gruppen über verschiedene Forschungsthemen, bevor es um das weitere Vorgehen in Bezug auf HAGIS ging.

Diesem ersten Treffen werden weitere Videokonferenzen sowie ein Workshop, nach Möglichkeit in Präsenz, folgen, um Forschungsprojekte zu finden, an denen mehrere PhD-Studentinnen und -Studenten mitforschen können – für je einige Monate im jeweils anderen Land und Institut. Dabei können die Teams an bereits bestehende Kooperationen zwischen den Forscherinnen und Forschern aus Hannover und denen aus Glasgow anknüpfen. Ab Mitte des Jahres 2023 soll dann ein gemeinsamer DFG-Antrag für ein internationales Graduiertenkolleg entstehen, bei dem mehrere „Generationen“ Doktorandinnen und Doktoranden (zehn bis 15 pro „Generation“) für je drei bis sechs Monate in den Labors des internationalen Partners verbringen könnten. Sollte der Antrag erfolgreich begutachtet werden, könnte das internationale Graduiertenkolleg zu Beginn des Jahres 2024 starten.

RESIST-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler, die gern PhD-Studentinnen und -Studenten aus Glasgow aufnehmen oder nach Glasgow entsenden möchten, können sich gern an das RESIST-Büro wenden: RESIST@mh-hannover.de.

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