RESIST legt wissenschaftliche Grundlage für eine m Speichern ögliche PSC-Therapie
Die bislang unheilbare Lebererkrankung „Primär sklerosierende Cholangitis (PSC)“ betrifft in Deutschland etwa einen von 10.000 Menschen und führt durch chronisch entzündete Gallengänge häufig zu schwerwiegenden Komplikationen bis hin zur Lebertransplantation. Bisher können lediglich Symptome behandelt werden, oft mit breit wirksamen Antibiotika, die Resistenzen begünstigen.
Forschende der Medizinischen Hochschule Hannover und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung entwickeln nun im Projekt „StopPSC“ einen innovativen Therapieansatz. Im Mittelpunkt steht dabei die gezielte Hemmung bakterieller Enzyme, sogenannter Sialidasen, die die Gallengänge angreifen und Entzündungen fördern. Statt Bakterien abzutöten, sollen sogenannte Pathoblocker gezielt deren krankmachende Mechanismen blockieren.
Das Projekt baut maßgeblich auf Vorarbeiten des Exzellenzclusters RESIST auf, der sich der Erforschung antibiotikaresistenter Infektionen widmet. Mit seiner Expertise zu bakteriellen Krankheitsmechanismen liefert RESIST die wissenschaftliche Grundlage für diesen neuartigen Therapieansatz. Ziel ist die Entwicklung eines patentfähigen Wirkstoffs, der perspektivisch in die klinische Anwendung gebracht werden kann.
Gefördert wird StopPSC mit zwei Millionen Euro im Rahmen von „zukunft.niedersachsen“. Auch das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) unterstützt das Vorhaben.
Foto: Bei einer Gallengangs-Spiegelung: Prof. Dr. Benjamin Heidrich und Dr. Friederike Klein führen die Untersuchung endoskopisch durch.
Copyright: Karin Kaiser/MHH